J.G.G.

Wie Aladdin an seiner Wunderlampe, so reibt J.G.G. aus Barcelona solange an seinem Instrumentarium, bis er einen mächtigen Geist daraus freigesetzt hat: verschlungene Instrumental-Arabesken, ebenso von afrikanischer Taarab Musik und Proto-Elektronik inspiriert wie von Klassikern aus dem Kinderkarussell und Skinhead Reggae Ästhetik, die ebenso gut von einem Orchester arrangiert werden könnten. Doch bleibt dies eine pluckernde Illusion: J.G.G. ist Alleinunterhalter an Synthie–Orgel und Rhythmusmaschine, bisweilen zaubert auch der Echohall einer Surf–Gitarre mit. Seine neue Platte „Irrlichter“ erscheint auf dem Wiener Label Cut Surface.